Offenbarung Kapitel 21

Autor: Reinhard Briggeler


Einleitende Gedanken

Arnold G. Fruchtenbaum schreibt einleitend folgendes: Während das messianische Friedensreich der Höhepunkt in der alttestamentlichen Prophetie ist, stellt Gottes neue, ewige Welt den Höhepunkt in der neutestamentlichen Weissagung dar. Zwar können wir den grössten Teil der Aussagen in den ersten zwanzig Kapiteln der Offenbarung auch schon im Alten Testament finden, aber die beiden letzten Kapitel der Offenbarung enthalten völlig neue Aussagen, die uns kein Prophet des Alten Testaments enthüllt hat.

 

Das messianische Reich währt nur tausend Jahre. Gemäss den Verheissungen Gottes im Bund mit David sollte es jedoch ein ewiges Herrschergeschlecht, ein ewiges Reich und einen ewigen Thron geben. Der ewige Bestand des verheissenen Geschlechts ist gewährleistet, weil es seinen Höhepunkt in einer ewigen Person findet: in dem Herrn Jesus Christus. Aber der ewige Bestand von Thron und Reich müssen auch noch gewährleistet werden. Die für das Tausendjährige Reich speziell gestaltete Herrschaft Gottes endet nach den tausend Jahren. Aber das Königreich Gottes im Sinne von Herrschaft Gottes wird bis in die neue Ordnung hinein fortdauern. Christus wird seine Stellung der Vollmacht auf dem Thron Davids bis in Gottes neue Welt hinein beibehalten. Alles, was wir über diese neue Welt erfahren, wissen wir aufgrund von Offenbarung 21,1-22,5.

Neuer Himmel und neue Erde | 21,1

1a Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen,

V 1a | Nachdem Erde und Himmel (Universum) sich im Feuer des Gerichts aufgelöst haben (20,11; 2Petr 3,7.10-12), und alles sündige, dämonische und teuflische unwiederbringbar in den Feuersee geworfen worden ist (20,10.14-15), ist nun der Moment der Neuschöpfung gekommen.

Die endgültige Bestimmung und Erwartung des Volkes Gottes ist eine neue Schöpfung (Vgl. Ps 102,26-27; 2Kor 5,17; Eph 2,10; 2,15; Röm 8,19-22; Hebr 1,12; 12,27; 2Petr 3,13)! Der neue Himmel und die neue Erde werden der neue Wohnort der Erlösten sein. Jeder Gläubige wird einen Auferstehungsleib haben, wie Christus ihn hat, real, sichtbar und greifbar, doch zugleich unverweslich und unsterblich (Röm 8,23; 1Kor 15,51-54).

1b und das Meer ist nicht mehr.

V 1b | "Das Meer ist nicht mehr." Das heisst nicht, dass es auf der neuen Erde kein Wasser mehr geben wird. In der jetzigen Weltordnung sind die Ozeane unentbehrlich für Leben und Klima. Doch die neue Schöpfung wird nicht mehr auf Wasser basieren und entsprechend ein anderes Klima haben.

Das Meer ist in der Bibel auch ein Bild auf die gottferne und sündige Welt. So steigt das erste Tier in 13,1 aus dem "Meer" der Nationen. In Jes 57,20 wurden die Gottlosen mit dem aufgewühlten, unruhigen Meer verglichen (Vgl. Ps 65,8). Für ein solches "Meer" ist in der neuen Schöpfung kein Platz mehr! Das Meer - wörtlich oder bildlich - verschwindet hier, genauso wie Tod und Hades ihr Ende im Feuersee fanden (20,14).

Dieser Satz zeigt deutlich auf, dass das Ende der alten Ordnung kommen wird und Gott eine neue Welt erschaffen wird mit einem komplett neuen klimatischen System, welches nicht mehr auf den Ozeanen basieren wird.

"Im Tausendjährigen Reich wird das Meer noch da sein (siehe z.B. Hes 47,20; Zeph 2,6f.; Sach 9,10; 14,8f.), aber in der neuen Schöpfung wird davon nicht mehr die Rede sein, weil dort andere Prinzipien gelten werden. Biologisch gesehen wäre in der Welt, so wie wir sie jetzt kennen, kein Leben denkbar, aber auf der neuen Erde wird das Meer überflüssig sein."[1]

"Ein neuer Himmel und eine neue Erde werden durch Gottes Schöpfung die vergangene Weltordnung ersetzen. Allerdings wird ein bedeutendes Element der alten Welt in der neuen fehlen: das Meer. Vor der Schöpfung bestand die Erde aus Steinen und Edelsteinen und war der Wohnort Satans (Hes 28,11-16). Aber als Satan fiel, wurde nicht nur er von Gott gerichtet, sondern auch die Erde, die unter seiner Autorität stand. Als Folge des Gerichts entstanden die Ozeane (Gen 1,2). Und weil die Meere Bestandteil des Gerichts Gottes über die erste Erde waren, wird es sie auf der neuen Erde nicht mehr geben."[2]

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[1] Willem Ouweneel – Das Buch der Offenbarung

[2] Arnold Fruchtenbaum – Handbuch der biblischen Prophetie

Das neue Jerusalem in Bezug auf die ewige Ordnung | 21,2-8

2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herabkommen von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.

V 2 | Während Gott den neuen Himmel (Universum) und die neue Erde erst erschaffen musste, existiert das "neue Jerusalem" schon jetzt im Himmel. Johannes beschrieb sie als eine "heilige Stadt" (21,27), eine vorbereitete Stadt (Vgl. Joh 14,1-6) und eine wunderschöne Stadt, "geschmückt" wie eine "Braut" an ihrem Hochzeitstag.

Die meisten Details über das "neue Jerusalem" finden wir in Kp. 21 + 22. Doch auch in anderen Büchern des NT wird sie erwähnt:

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3 Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Thron sagen: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.

V 3 | Johannes hörte vom Thron aus sagen: "Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen." Das im vorangegangenen Vers erwähnte "neue Jerusalem" wird die Wohnung (Hütte) Gottes bei den Menschen sein. Dies ist eine Bestätigung von Hebr 12,22-24, wonach das neue Jerusalem die ewige Wohnung Gottes, der Engel und aller erlösten Menschen aller Zeitalter sein wird. Das hier mit "wohnen" übersetzte Wort heisst eigentlich "zelten" (Vgl. Joh 1,14). Es weist auf die Herrlichkeit (Schechina) Gottes hin, die bei den Menschen sein wird wie einst über der Stiftshütte in der Wüste. "Sie werden seine Völker sein." Dies weist darauf hin, dass es auch in der ewigen Ordnung Unterscheidungen (Völker) geben wird. Z.B. Gemeinde, AT-Heilige, usw.

4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

V 4 | In seiner Beschreibung des "neuen Jerusalems" fuhr Johannes fort und zählte auf, was dort, im Gegensatz zur früheren Schöpfung, nicht mehr sein wird: Der Herr wird "jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein." Durch den Sündenfall ist der Mensch in der ersten Schöpfung von Gott abgefallen. Als Folge dieses Abfalls kam der Fluch der Sünde und des Todes mit allen seinen Nebenwirkungen über alle Menschen. Aber mit dem Untergang der ersten Schöpfung, werden auch alle Nebenwirkungen des Fluches untergehen. Darum wird es keine Tränen, Tod, Klage, Geschrei oder Schmerzen mehr geben.

In dieser Aufzählung beschreibt Johannes die Kennzeichen dieser gegenwärtigen Schöpfung, und das wird bis zum Kommen des Herrn Jesus so bleiben. In gewissem Sinn gilt das sogar noch für das 1000-jährige Reich, wo die Gerechtigkeit zwar herrschen wird, wo es aber die Sünde doch noch geben wird, bis die neue Schöpfung eingeführt wird.

Um die Schönheit des "neuen Jerusalems" zu beschreiben, zählte Johannes auf, was "nicht mehr sein" wird, "denn das Erste ist vergangen." Diese Aufzählung wirkt im Leser Hoffnung und gibt Trost denen, die um des Evangeliums Willen verfolgt werden.

5 Und der, der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe, denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig.

V 5 | Gott selbst, "der auf dem Thron sass" spricht nun direkt und persönlich: "Siehe, ich mache alles neu." Gemeint ist eine völlige Neuschöpfung, wie sie in den Versen zuvor bereits angekündigt wurde. Gott "macht alles neu", nicht nur einzelne Aspekte, sondern die ganze Wirklichkeit: Schöpfung, Mensch, Beziehung, Existenz. Der Fluch des Alten, der durch Sünde, Tod und Trennung geprägt war, wird vollständig beseitigt. Das Neue ist dauerhaft, heilig und unvergänglich.

Darum folgt sofort ein Befehl: "Schreibe!" - denn diese Worte sollen festgehalten, bezeugt und geglaubt werden. Sie sind "gewiss und wahrhaftig" - dies in völligem Gegensatz zu allen Täuschungen Babylons und den Lügen des Tieres. Gottes Zusagen sind verlässlich und endgültig. Wenn Gott spricht, geschieht es, sein Wort ist Wahrheit (Vgl. Jes 55,11; Joh 17,17).

6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst.

V 6 | Gott selbst proklamiert die Erfüllung Seines Heilsplanes: "Es ist geschehen!" Die Gerichte der Trübsal (Vgl. 16,17) und der ganzen alten Schöpfung wurde vollendet. Die Schöpfung ist erneuert Vgl. V 1-5), das Böse ist gerichtet (Offb 20), und Gottes Reich ist sichtbar geworden. Diese Worte erinnern an Jesu Ruf am Kreuz: "Es ist vollbracht" (Joh 19,30). Dort wurde das Erlösungswerk begonnen, hier ist es zur endgültigen Vollendung gekommen. Er, "der auf dem Thron sass" verweist erneut auf sich selbst als den ewigen, souveränen Gott: "das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende" (1,8; 22,13)..

"Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst“ (V 6c). Dieser Grundsatz gilt immer. Es geht hier um Menschen, die „nach Gott dürsten“ (Ps 42,3), die sich nach Gott sehnen und Ihn suchen (Hebr 11,6). Wer Gott sucht, findet so die Quelle des Wassers des Lebens. Der Herr Jesus kam auf die Erde, um uns von diesem herrlichen, dem ewigen Leben zu erzählen (Joh 12,49f.; 1Joh 1,1-3) und offenbart uns in Joh 3,16, was die Quelle dieses Lebens ist: die Liebe Gottes."[1]

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[1] Willem Ouweneel – Das Buch der Offenbarung

7 Wer überwindet, wird dieses erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein.

V 7 | In der nächsten Proklamation geht es um das ewige Erbe des Gläubigen. "Wer überwindet" – das heisst: jeder wahre Gläubige wird Anteil an all dem haben, was Gott in seinem Wort als Segnungen der neuen Schöpfung verheissen hat. Der Begriff "erben" meint, dass dieses Erbe nicht durch eigene Leistung erworben wurde, sondern aufgrund des Werks eines anderen, nämlich durch den HERRN Jesus Christus.

Die Segensverheissung "Ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein." wird an anderer Stelle als eine Verheissung der besonderen Erwählung und Ehre definiert. Im davidischen Bund verheisst Gott Salomo, dem Thronfolger Davids: "Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein." (2Sam 7,14). Gemeint ist also eine innige Vater/Sohn-Beziehung, die nicht aufgrund von Zeugung zustande kommt, sondern aufgrund von Gottes gnädiger Berufung.

8 Den Feigen aber und Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mördern und Hurern und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern – ihr Teil ist in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, welches der zweite Tod ist.

V 8 | In diesem Vers wird nun das Erbe der Ungläubigen geschildert, nämlich: "Der zweite Tod" "in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt" Diese Gruppe von Menschen steht im Gegensatz zu den im vorangegangenen Vers geschilderten "Überwindern" und ihr sündiges und rebellische Wesen wird aufgezählt. Die Aufzählung beginnt mit einer unerwarteten Gruppe: "Den Feigen", also denen, die aus Angst vor Menschen, Ablehnung oder Verfolgung den Weg Gottes verleugnen. Es folgen "die Ungläubigen", also jene, die Gottes Wort und Seinen Ratschluss bewusst ablehnen. Die Liste geht weiter mit den "mit Gräueln Befleckten und Mördern und Hurern und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern." Dies sind jene Menschen, die bewusst in Rebellion gegen Gott leben und ihre eigene Wahrheit über Gottes Wahrheit stellen.

Beide Gruppen werden ihre Ewigkeit in unterschiedlichen Schöpfungen verbringen die Gott für sie im Besonderen bereitet hat. Diese beiden Schöpfungen sind unabänderbar voneinander auf ewig getrennt. Die Gruppe der Gläubigen in der Neuschöpfung von Himmel und Erde mit dem himmlischen Jerusalem. Die Ungläubigen hingegen im Feuersee: "Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist." (Mt 25,41)

Hier gilt es anzumerken, dass es keine dritte Möglichkeit geben wird. Der Mensch muss sich Zeit seines Lebens entscheiden, zu welcher der beiden Gruppen er gehören will. Heute hat der Mensch durch das Evangelium noch die Möglichkeit, aus der zweiten Gruppe in die erste zu wechseln. Wer heute die Seite des Lammes wählt, das litt und verworfen wurde, wird bald auf ewig mit Ihm in der Herrlichkeit sein.

Einschub VIII

Das neue Jerusalem in Bezug auf das 1000-jährige Reich | 21,9-22,5

Mit Vers 8 wird der ewige Zustand sowohl der Gläubigen als auch der Ungläubigen beschrieben. In den ersten acht Versen von Kapitel 21 wird damit die historische und chronologische Erzählung der biblischen Offenbarung abgeschlossen. Zwar folgen im anschliessenden Abschnitt noch viele bedeutende Einzelheiten über das himmlische Jerusalem, doch diese Verse (Offb 21,9 bis 22,5) sind als ein Anhang zu verstehen, der letzte Anhang im Buch der Offenbarung. Mit den abschliessenden Worten in Offb 22,6-20 findet schliesslich das gesamte Wort Gottes seinen Abschluss. Charles C. Ryrie schreibt einleitend über den folgenden Abschnitt:

 

"Einer der Engel, die die Zornesschalen ausgegossen hatten, lädt Johannes ein, diese Stadt genauer zu betrachten. Sein Aussichtspunkt ist ausserhalb der Stadt auf einem hohen Berg. Wieder wird die Stadt als die Braut Christi identifiziert (Vers 9); dies ist der Ort, den er jetzt für sein Volk bereitet (Joh 14,2). Dieser Abschnitt beschreibt die Beziehung der Stadt zum Tausendjährigen Reich. Mit anderen Worten: Die Stadt scheint zweimal herabzukommen, und zwar in den Versen 21,1-8 in Beziehung zur Ewigkeit und in 21,9-22,5 in Beziehung zum Tausendjährigen Reich."[1]

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[1] Charles C. Ryrie

Die Gemeinde im 1000-jährigen Reich | 21,9-10

9 Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, voll der sieben letzten Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm her, ich will dir die Braut, die Frau des Lammes, zeigen. 10 Und er führte mich im Geist weg auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt, Jerusalem, herabkommend aus dem Himmel von Gott.

V 9-10 | Einer der sieben Zornschalen-Engel forderte Johannes auf, zu ihm zu kommen (Vgl. 6,1; 6,3; 6,7; 17,1). Er wollte Johannes die Gemeinde, d.h. "die Braut, die Frau des Lammes, zeigen". Auch fällt hier auf, dass Johannes einen Kontrast setzen will zwischen der unmoralischen und sündigen Hure Babylon (17,1) und der hier beschriebenen reinen und gerechten "Braut, der Frau des Lammes". Johannes wurde hier nicht wie in Offb 17,3 in eine trockene Wüste geführt, sondern "im Geist weg auf einen großen und hohen Berg."

In Kapitel 20 lasen wir eine kurze Schilderung des 1000-jährigen Reiches, dies, weil das Friedensreich des Messias im AT schon umfangreich beschrieben worden ist. Da die Gemeinde im AT in Gott verborgen (Geheimnis: Eph 3,4-11) geblieben ist, offenbart uns dieser letzte Einschub nun die Gemeinde in Bezug auf das Friedensreich, aber auch darüber hinaus.

"Der nun folgende Teil führt uns in die Zeit des Friedensreiches zurück, um uns die Gemeinde zu beschreiben, wie sie dann sein wird: nicht als Leib oder Braut Christi - was sie auch sein wird - sondern als die himmlische Stadt Gottes, die mit dem irdischen Friedensreich in Verbindung steht."[1]

Hier gilt es anzufügen, dass die Stadt noch nicht "himmlisches Jerusalem" heisst, sondern vorerst mal "Braut Christi, die Frau des Lammes" und "heilige Stadt Jerusalem". Was unterstreicht, dass dieser Abschnitt Licht in das Verhältnis der Gemeinde mit dem "jüdischen" Friedensreich hineinbringt. Dass sich der Name der Stadt beschränkt auf "die Braut, der Frau des Lammes", bzw. "heiliges Jerusalem" ist sicherlich auch dem geschuldet, weil noch nicht alle vorgesehenen "Stadtbewohner" dort sind (Vgl. Hebr 12,22-24).

Diese vom Himmel herabkommende Stadt wird die Erde nicht berühren, sondern über der Erde "schweben". Das "heilige Jerusalem" wird im 1000-jährigen Reich für alle Menschen sichtbar den Lichtglanz Gottes und die Ewigkeit manifestieren, während die alte Schöpfung in 1000 Jahren in ihren Elementen aufgelöst werden wird, um einer neuen Schöpfung von Himmel und Erde Platz zu machen.

Während des 1000-jährigen Reiches werden fast paradiesische Lebensbedingungen auf der Erde herrschen - die besten seit dem Sündenfall des Menschen. Und doch werden es keine perfekten Verhältnisse sein. Sünde und Tod werden zwar stark eingeschränkt sein, aber noch nicht endgültig beseitigt. Zur gleichen Zeit aber, werden im heiligen, bzw. himmlischen Jerusalem perfekte Zustände herrschen, denn "der Tod wird nicht mehr sein noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen." (V 4b)

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[1] Willem Ouweneel – Das Buch der Offenbarung

Die Herrlichkeit der Stadt | 21,11

11 und sie hatte die Herrlichkeit Gottes. Ihr Lichtglanz war gleich einem sehr wertvollen Stein, wie ein kristallheller Jaspisstein;

V 11 | Diese Vision der Stadt beeindruckte Johannes enorm. Als er sieht, wie diese Stadt aus dem Himmel herunterkommt, beschreibt er als erstes die Herrlichkeit Gottes (Schechina) die von der Stadt ausgeht. Er vergleich die Strahlkraft mit einem Jaspisstein (Vgl. 4,3). Gemeint ist ein Diamant, ein kostbarer Edelstein, aus dem das strahlende Licht der Herrlichkeit Gottes leuchtete.

Wir lesen in Gottes Wort an manchen Stellen, wie die Herrlichkeit Gottes im Verlauf der Geschichte an vielen Orten in Erscheinung getreten ist (Vgl. Ex 40,34; Num 9,15-23; 1Kö 8,11; 2Chr 5,14; Jes 24,23; 60,1; Hes 43,5; Joh 12,41; Apg 26,13).

Die Bauweise der Stadt | 21,12-14

12 und sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore, und an den Toren zwölf Engel, und Namen darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind.

V 12 | In seiner Beschreibung der Stadt erwähnt Johannes als nächstes eine "grosse und hohe Mauer, die zwölf Tore hatte." Diese Stadtmauer symbolisiert Schutz und Sicherheit. Die Auferstandenen Gläubigen werden niemals mehr irgendwelche Feinde fürchten müssen. "Engel an den Toren" zur Stadt werden die Rolle der Wächter übernehmen. Auch wenn an dieser Stelle keine Massangaben gegeben werden, so beschriebt Johannes die Mauer als "gross und hoch."

Besonders ist aber, dass auf den Toren Namen geschrieben stehen, nämlich "die der zwölf Stämme der Söhne Israels". Damit wird klar, dass diese Stadt untrennbar mit Gottes Heilsgeschichte verbunden ist. Die Erwähnung der "zwölf Stämme der Söhne Israels" zeigt, dass die Verheissungen an Israel nicht vergessen oder ersetzt, sondern erfüllt und vollendet sind. Die Stadt Gottes ist nicht etwas völlig Neues ohne Verbindung zur Vergangenheit, sondern sie ist die Vollendung der alttestamentlichen Verheissung.

13 Nach Osten drei Tore und nach Norden drei Tore und nach Süden drei Tore und nach Westen drei Tore.

V 13 | In jede Himmelsrichtung besitzt die Stadtmauer "drei Tore". Dies erinnert stark an Numeri, Kapitel 2 zur Zeit der Wüstenwanderung. Auch damals waren in allen vier Himmelsrichtungen jeweils drei Stämme Israels um die Stiftshütte herum aufgestellt, mit dem Heiligtum Gottes im Zentrum (Vgl. V 22). Dieses Bild macht deutlich, dass das himmlische Jerusalem über einen multiplen Zugang verfügt, im Gegensatz zur Stiftshütte, die nur einen einzigen Eingang hatte. Damit wird gezeigt, dass der überreiche Segen dieser Stadt in alle Richtungen ausströmen wird: zunächst im 1000-jährigen Reich und schliesslich in der neuen Schöpfungsordnung.

14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundlagen, und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

V 14 | In Hebr 12,22-24 werden die Bewohner des himmlischen Jerusalems aufgezählt. Dort lesen wir, dass in dieser Stadt schlussendlich alle Gläubigen des AT und alle Gläubigen des NT miteinander vereint sein werden. Trotzdem, hier soll man beachten, dass selbst in der Ewigkeit Israel und Gemeinde unterschieden werden. Die Erinnerung an Israel und die Erinnerung an die Gemeinde wird ewig bleiben. Darum heisst es nun in diesem Vers: "die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundlagen, und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes." Dementsprechend wird das himmlische Jerusalem in irgendeiner Form sowohl eine jüdische wie auch eine gemeindliche Identität haben. Die "zwölf Tore" (V 12), sowie die "zwölf Grundlagen" unterstreichen die Einheit des Volkes Gottes, aufgrund des Opfertodes Jesu am Kreuz (Vgl. Eph 2,11-22)

Die Ausmasse der Stadt | 21,15-17

15 Und der, der mit mir redete, hatte ein Maß, ein goldenes Rohr, damit er die Stadt messe und ihre Tore und ihre Mauer. 16 Und die Stadt liegt viereckig, und ihre Länge ist so groß wie auch die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr – 12000 Stadien; ihre Länge und ihre Breite und ihre Höhe sind gleich. 17 Und er maß ihre Mauer, 144 Ellen, eines Menschen Maß, das ist des Engels.

V 15-17 | Der Engel, der mit Johannes sprach, hat "ein Maß, ein goldenes Rohr" (drei Meter lang), um die Stadt, die Tore und die Mauer auszumessen. Die Verwendung des "goldenen Rohres" für die Vermessung zeigt den hohen "Wert" der Stadt an. Die Masse der Stadt symbolisieren die Weite und die Geräumigkeit der Stadt. Das himmlische Jerusalem wird die grösste Stadt sein, die jemals ein Mensch gesehen hat. Sie wird allen Erlösten aus allen Zeitaltern genügend Lebensraum bieten.

"Es wird weiter nichts über die Tore gesagt, doch die Stadt misst "12'000 Stadien" und hat die Form eines Würfels. Die Länge von 12'000 Stadien entspricht einer Kantenlänge von 2200 km, denn 1 Stadion entspricht 185 m. Das bedeutet: Das Neue Jerusalem hat gewaltige Ausmasse; eine Kantenlänge des Würfels entspricht ungefähr der Strecke von Hamburg nach Madrid oder von Frankfurt nach Moskau. Die Würfelform der Stadt erinnert an die vier Dimensionen der Liebe Gottes (Eph 3, 18). Das Mass der Mauern ist jeweils 144 Ellen (72 m), und dieses Mass des Engels ist das gleiche wie "eines Menschen Mass". Ob dieses Mass die Höhe oder die Dicke der Mauer angibt, wird nicht deutlich. … Bei einem Ausleger findet man eine interessante Beobachtung zur würfelförmigen Bauweise der Stadt: "Das Viereck beziehungsweise Quadrat erscheint mehr als einmal in der Gesetzgebung im Exodus. Sowohl der Brandopferaltar als auch der Räucheraltar hatten diese Form (Ex 27,1; 30,2), ebenso das Brustschild des Hohenpriesters (Ex 28, 16; 36,16-39,9). Auch in der Beschreibung der neuen Stadt und des Tempels bei Hesekiel finden wir dieses Merkmal (Hes 41,22; 43, 16; 45,2; 48,20). Im Tempel Salomos war das Allerheiligste ein vollkommener Würfel mit einer Kantenlänge von jeweils 20 Ellen ... In den Städten des Altertums war die quadratische Form nicht unüblich ... Es ist bekannt, dass das Quadrat für die griechischen Philosophen ein Symbol der Vollkommenheit war.""[1]

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[1] Charles C. Ryrie

Die Baumaterial der Stadt | 21,18-21

18 Und der Bau ihrer Mauer war Jaspis, und die Stadt war reines Gold, gleich reinem Glas.

V 18 | Die Mauern sind aus Jaspis (Diamant), aber die Stadt selbst wird aus "reinem Gold" sein, "gleich reinem Glas." So wird der Lichtglanz der Herrlichkeit Gottes die ganze Stadt durchfluten und so einem gigantischen Allerheiligsten ähneln. Unser Gott ist ein Gott der Schönheit und das himmlische Jerusalem wird diese Schönheit widerspiegeln.

19 Die Grundlagen der Mauer der Stadt waren geschmückt mit jedem wertvollen Stein: die erste Grundlage Jaspis; die zweite Saphir; die dritte Chalzedon; die vierte Smaragd; 20 die fünfte Sardonyx; die sechste Sardis; die siebte Chrysolith; die achte Beryll; die neunte Topas; die zehnte Chrysopras; die elfte Hyazinth; die zwölfte Amethyst.

V 19-20 | Zwölf Edelsteine werden die Grundsteine der Mauer bilden, jeder mit einer charakteristischen Farbe, die den Lichtglanz der Herrlichkeit Gottes ausstrahlen.

"Niemand sollte bei den Farben dieser Edelsteine zu dogmatisch sein. Der Jaspis, wie wir gesehen haben, ist ein klarer Kristall. Der Saphir ist ein blauer Stein und der Chalzedon wahrscheinlich grünlich-blau. Der Smaragd ist natürlich grün, und der Sardonyx ist wie unser Onyx, ein weißer, mit Braun durchzogener Stein. Manche Wissenschaftler beschreiben ihn als rot-weißen Stein. Der Sarder ist ein roter Stein (manchmal beschrieben als "blutrot"), und der Chrysolith ist ein gelber Quarz, wie unser moderner Topas. Beim Chrysopras ist man sich nicht sicher; manche halten ihn für einen goldfarbenen Stein, andere glauben, er sei apfelgrün. Der Hyazinth ist wahrscheinlich blau, obwohl manche behaupten, er sei gelb; und der Amethyst hat ein tiefes Lila oder Rot-Blau."[1]

"Sechs dieser Edelsteine kennzeichneten auch die erste Erde vor dem Fall Satans: "Du (Satan) warst in Eden, dem Garten Gottes; allerlei Edelgestein war deine Decke: Sardis, Topas und Diamant; Chrysolith, Onyx und Jaspis, Saphir, Karfunkel und Smaragd; und aus Gold war das Kunstwerk deiner Einfassungen und deiner Höhlungen bei dir; an dem Tag, als du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet." (Hes 28,13)[2]

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[1] Warren W. Wiersbe

[2] Arnold Fruchtenbaum – Handbuch der biblischen Prophetie

21 Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, jedes einzelne der Tore war aus einer Perle, und die Straße der Stadt war reines Gold, wie durchsichtiges Glas.

V 21 | Die nach den zwölf Stämmen Israels benannten Stadttore werden aus je einer einzigen riesigen "Perle" bestehen. Diese riesigen "Perlen" sind eine Erinnerung daran, dass die Erlösung eine kostbare Perle ist, für die der Herr Jesus alles verkaufte, was er hatte (Mt 13,45-46). Sie erinnern die Erlösten in Ewigkeit an das stellvertretende Leiden und Sterben des Christus und der daraus entstandenen ewigen Segnungen für die Erlösten.

In der Antike hatten Perlen den höchsten Wert unter den Edelsteinen, weil ihre Schönheit ausschliesslich von der Natur herrührt und eine Verbesserung durch Menschenhand nicht möglich ist. Der Mensch war hoffnungslos unter die Sünde verkauft, ohne Möglichkeit zur Selbstrettung. Doch Christus ist Mensch geworden, lebte ein sündloses Leben in Gehorsam Seinem Vater im Himmel gegenüber, starb stellvertretend für alle Menschen den Tod eines Verbrechers. Nach drei Tagen im Grab ist Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit auferstanden.

Johannes beschrieb "die Straße der Stadt". Womit wahrscheinlich alle Strassen der Stadt gemeint sind, die aber alle miteinander verbunden sind. Diese sind aus "reinem Gold wie durchsichtiges Glas."

Ihre Beziehung zu Gott | 21,22-23

22 Und ich sah keinen Tempel in ihr, denn der Herr, Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel, und das Lamm.

V 22 | Während im 1000-jährigen Reich in Jerusalem der Sünde wegen ein dritter und letzter Tempel sein wird (Hesekiel-Tempel), bedarf es im "sündenfreien" himmlischen Jerusalem keines Tempels mehr, "denn der Herr, Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel, und das Lamm." Die Stadt vom Himmel herabkommend braucht keinen Tempel und keine Anbetungsstätte, um Zugang zu Gott zu erwirken, Die irdische Stiftshütte und der Tempel waren vor allem ein Symbol für die Gegenwart eines heiligen Gottes bei den Menschen und ein Symbol der durch die Sünde des Menschen "versperrte" Weg zu Gott. Im neuen Jerusalem aber ist der Zugang uneingeschränkt und die Gegenwart Gottes ist eine Realität.

23 Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm.

V 23 | Der Apostel schilderte ein weiteres zentrales Merkmal des neuen Jerusalems: Sie braucht kein Licht von "Sonne" oder "Mond" mehr. Die natürlichen Himmelskörper, die für das irdische Leben so grundlegend gewesen sind, haben in dieser neuen Schöpfung keine Funktion mehr, denn eine grössere, vollkommene Lichtquelle ist gegenwärtig: "denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm." "Das Lamm", Jesus Christus, der geschlachtete und auferstandene Erlöser, ist nicht nur das Zentrum der Erlösung, sondern auch die Quelle des Lichtes in Gottes neuer Schöpfungsordnung.

"Die Stadt benötigt weder Sonne noch Mond als Lichtquelle, da die Herrlichkeit Gottes und des Lammes die Stadt erleuchten. Das heisst nicht unbedingt, dass es weder Sonne noch Mond geben wird (diese Himmelskörper könnten trotzdem weiter entfernt liegende Gebiete erhellen), für die Beleuchtung innerhalb der Stadt sind sie jedoch nicht erforderlich."[1]

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[1] Charles C. Ryrie

Ihre Beziehung zu den Nationen | 21,24-27

24 Und die Nationen werden durch ihr Licht wandeln, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr.

V 24 | Im 1000-jährigen Reich werden "die Nationen" (Völker) im "Licht" der Stadt, die über der Erde "hängt" "wandeln" und "die Könige der Erde" anerkennen die Herrschaft der Stadt und bringen entsprechende Abgaben zur Ehrerbietung.

25 Und ihre Tore sollen bei Tag nicht geschlossen werden, denn Nacht wird dort nicht sein.

 V 25 | Ein weiteres Detail des neuen Jerusalems wurde beschrieben: "ihre Tore sollen bei Tag nicht geschlossen werden". Dies ist ein Bild für ständige Sicherheit und freien Zugang. In der antiken Welt wurden Stadttore zum Schutz vor Feinden bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen, um sich gegen Gefahr zu sichern. Doch hier heisst es ausdrücklich: Die Tore bleiben offen - für immer.

Warum? "Denn Nacht wird dort nicht sein." Es gibt keine Dunkelheit mehr, weder im wörtlichen noch im geistlichen Sinn. Die Nacht ist in der Bibel oft Symbol für Gefahr, Unwissenheit, Angst oder Sünde (Vgl. Joh 3,19; Röm 13,12). Doch in der Stadt Gottes ist nichts Unreines mehr, nichts, was Angst oder Bedrohung verursacht. Gottes Licht (Vgl. V 23) durchdringt alles, es herrscht ewiger Tag, geprägt von Frieden und Sicherheit.

26 Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen zu ihr bringen.

V 26 | Dieser Vers beschreibt, wie die "Nationen" ihre "Herrlichkeit und Ehre" in das neue Jerusalem hineinbringen werden. Dieser Vers greift die Aussage aus V 24 auf und erweitert diese: Der gläubige Überrest aus den "Nationen" wandeln nicht nur im Licht des neuen Jerusalems, sie bringen auch ihren Reichtum, ihre Schätze und ihre Kostbarkeiten, um Gott zu ehren.

Dieses Bild erinnert stark an Jesaja 60, wo prophezeit wird, dass "der Reichtum der Nationen zu dir kommt." (Jes 60,5c). Was dort von Jesaja prophetisch angekündigt wurde, wird sich im tausendjährigen Reich erfüllen.

27 Und nicht wird in sie eingehen irgendetwas Gemeines und was Gräuel und Lüge tut, sondern nur die, die geschrieben sind in dem Buch des Lebens des Lammes.

V 27 | Dinge wie "irgendetwas Gemeines" und "Gräuel" und "Lüge" werden auf der Erde noch zu finden sein, denn die Sünde wird im Friedensreich noch bestehen; aber in die Stadt wird nichts davon eingehen, "sondern nur die, die geschrieben sind in dem Buch des Lebens des Lammes." Die Gemeinde wird die Stadt bilden, aber es wird Menschen geben, die das Vorrecht haben werden, durch die Tore in die Stadt einzugehen. Das werden nicht die Nationen der Erde sein, denn Fleisch und Blut werden diese Dinge nicht erben. Aber neben der Gemeinde wird es andere himmlische Gläubige geben: an erster Stelle die Gläubigen des AT, aber auch die Gläubigen, die in der Stunde der Versuchung (Offb 6-18) den Märtyrertod gestorben sind und die an der ersten Auferstehung teilhaben werden (20,4-6). Das sind alles Auferstandene; sie werden alle mit Christus tausend Jahre regieren. Sind die irdischen Segnungen für das Volk Israel bestimmt, so sind die himmlischen Segnungen das Teil aller himmlischen Gläubigen, derer aus dem AT als auch derer aus der Stunde der Versuchung.



 

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